Aktuelles

Feldversuch: Hilft Gentechnik gegen Kartoffelfäule?

Die Schweizer Forschungsanstalt Agroscope darf in Kooperation mit niederländischen und schwedischen Wissenschaftler:innen auf ihrer Feldversuchsfläche in Zürich bis zum Jahr 2030 gentechnisch veränderte Kartoffeln anbauen. Das erlaubte das Bundesamt für Umwelt Anfang Mai. Die Erdäpfel sollen gegen den Pilz resistent sein, der die Kraut- und Knollenfäule auslöst. Doch während Gentechniker:innen schon seit 20 Jahren versuchen, solche Kartoffeln herzustellen, gibt es längst konventionell gezüchtete Sorten, die der Krankheit widerstehen.

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Illegale Gentechnik-Soja nach Europa importiert

Niederländische Behörden haben die EU-Staaten seit Mitte Februar vor sieben Schiffsladungen Sojaschrot aus Argentinien und Brasilien gewarnt: Nach Medienberichten enthielten sie alle Spuren gentechnisch veränderter HB4-Soja, die in der EU nicht als Futtermittel zugelassen ist. Einige Abnehmerländer versuchten daraufhin, die Soja vom Markt zu nehmen. Zwei Lieferungen nach Deutschland waren jedoch bereits verfüttert. Sojaexporteure in Südamerika befürchten jetzt einen Umsatzeinbruch und zweifeln das Nachweisverfahren an.

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Kanadas Senf-Bauern fürchten Gentechnikpflanzen

Der Chemiekonzern BASF will in den USA und Kanada eine gentechnisch veränderte, herbizidresistente Senfpflanze auf den Markt bringen. Die mit dem Raps verwandte Pflanze soll es ermöglichen, in trockenen Landstrichen Rapsöl zu erzeugen. In Kanada wächst in diesen Regionen bisher Senf mit Senfkörnern, vor allem für den europäischen Markt. Die Senfbauern fürchten, dass gentechnische Verunreinigungen durch den Rapsöl-Senf den Absatz ihrer konventionellen Ernte gefährden könnten.

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EU-Staaten bestätigen Trilogergebnis zur neuen Gentechnik

Die EU-Mitgliedstaaten haben den Anfang Dezember 2025 im Trilog gefundenen Kompromiss zur Verordnung über neue gentechnische Verfahren (NGT) bei Pflanzen heute formal beschlossen. Voraussichtlich im Mai wird es nun im Europäischen Parlament noch einmal spannend: Die Initiator:innen eines fraktionsübergreifenden Änderungsantrags rechnen sich eine Mehrheit aus, die die finale Verabschiedung der Verordnung ausbremsen könnte. Zahlreiche Organisationen fordern die Abgeordneten auf, das zu tun.

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Verordnung zur neuen Gentechnik: Der Ball liegt jetzt beim Parlament

Der Ausschuss der ständigen Vertreter der EU-Staaten in Brüssel hat heute den Verordnungsentwurf über neue gentechnische Verfahren bestätigt. Ohne weitere Diskussion und in der Fassung, auf die sich Ministerrat und EU-Parlament Anfang Dezember 2025 im Trilog geeinigt hatten. Nun geht der Ball weiter an das Parlament, das sich voraussichtlich am 18. Mai mit dem Entwurf beschäftigen wird. Dabei wird das Thema Patente vermutlich eine wichtige Rolle spielen.

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