Aktuelle Beiträge des Informationsdienst Gentechnik

Neue Gentechnik: Wird EU-Parlament Schaden begrenzen?

Am 17. Juni will das Europaparlament in zweiter Lesung über die geplante neue Verordnung für Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren (NGT) abstimmen. Zuvor wird sein Umweltausschuss in einer Sondersitzung am Abend des 15. Juni über die eingegangenen 37 Änderungsanträge beraten und sich vorläufig auf einen Regelungsvorschlag einigen. Noch einmal rücken damit Kennzeichnung und Patentierbarkeit von NGT-Pflanzen in den Fokus.

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Auskreuzungen: Wenn Gentechnik vom Acker entkommt

Gentechnisch veränderte (gv) Nutzpflanzen können ihre künstlichen Eigenschaften an verwandte Wildpflanzen weitergeben. Das ist keine neue Erkenntnis und wurde auch schon mehrfach nachgewiesen. Drei aktuelle Studien zeigen nun, dass sich die ausgekreuzten Eigenschaften über Generationen hinweg fest etablieren und den gv-Wildpflanzen Vorteile verschaffen. Das könne Folgen für die Ökosysteme haben, warnen die Forschenden.

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Feldversuch: Hilft Gentechnik gegen Kartoffelfäule?

Die Schweizer Forschungsanstalt Agroscope darf in Kooperation mit niederländischen und schwedischen Wissenschaftler:innen auf ihrer Feldversuchsfläche in Zürich bis zum Jahr 2030 gentechnisch veränderte Kartoffeln anbauen. Das erlaubte das Bundesamt für Umwelt Anfang Mai. Die Erdäpfel sollen gegen den Pilz resistent sein, der die Kraut- und Knollenfäule auslöst. Doch während Gentechniker:innen schon seit 20 Jahren versuchen, solche Kartoffeln herzustellen, gibt es längst konventionell gezüchtete Sorten, die der Krankheit widerstehen.

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Illegale Gentechnik-Soja nach Europa importiert

Niederländische Behörden haben die EU-Staaten seit Mitte Februar vor sieben Schiffsladungen Sojaschrot aus Argentinien und Brasilien gewarnt: Nach Medienberichten enthielten sie alle Spuren gentechnisch veränderter HB4-Soja, die in der EU nicht als Futtermittel zugelassen ist. Einige Abnehmerländer versuchten daraufhin, die Soja vom Markt zu nehmen. Zwei Lieferungen nach Deutschland waren jedoch bereits verfüttert. Sojaexporteure in Südamerika befürchten jetzt einen Umsatzeinbruch und zweifeln das Nachweisverfahren an.

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Kanadas Senf-Bauern fürchten Gentechnikpflanzen

Der Chemiekonzern BASF will in den USA und Kanada eine gentechnisch veränderte, herbizidresistente Senfpflanze auf den Markt bringen. Die mit dem Raps verwandte Pflanze soll es ermöglichen, in trockenen Landstrichen Rapsöl zu erzeugen. In Kanada wächst in diesen Regionen bisher Senf mit Senfkörnern, vor allem für den europäischen Markt. Die Senfbauern fürchten, dass gentechnische Verunreinigungen durch den Rapsöl-Senf den Absatz ihrer konventionellen Ernte gefährden könnten.

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