Aktuelle Beiträge des Informationsdienst Gentechnik
EU-Staaten bestätigen Trilogergebnis zur neuen Gentechnik
Die EU-Mitgliedstaaten haben den Anfang Dezember 2025 im Trilog gefundenen Kompromiss zur Verordnung über neue gentechnische Verfahren (NGT) bei Pflanzen heute formal beschlossen. Voraussichtlich im Mai wird es nun im Europäischen Parlament noch einmal spannend: Die Initiator:innen eines fraktionsübergreifenden Änderungsantrags rechnen sich eine Mehrheit aus, die die finale Verabschiedung der Verordnung ausbremsen könnte. Zahlreiche Organisationen fordern die Abgeordneten auf, das zu tun.
Verordnung zur neuen Gentechnik: Der Ball liegt jetzt beim Parlament
Der Ausschuss der ständigen Vertreter der EU-Staaten in Brüssel hat heute den Verordnungsentwurf über neue gentechnische Verfahren bestätigt. Ohne weitere Diskussion und in der Fassung, auf die sich Ministerrat und EU-Parlament Anfang Dezember 2025 im Trilog geeinigt hatten. Nun geht der Ball weiter an das Parlament, das sich voraussichtlich am 18. Mai mit dem Entwurf beschäftigen wird. Dabei wird das Thema Patente vermutlich eine wichtige Rolle spielen.
Gentechnik-Unternehmen Bioceres in Konkurs
Ein argentinisches Gericht hat Anfang März den Konkurs der Aktiengesellschaft Bioceres SA eröffnet. Der Beschluss liegt dem Infodienst Gentechnik vor. Bioceres SA ist die Mutter des börsennotierten Gentechnikunternehmens Bioceres Crop Solutions. Schuld an der Misere seien neben seinem gescheiterten, angeblich trockenheitstoleranten Gentech-Weizen HB4 Streitigkeiten zwischen den Eigentümern, schrieb die argentinische Zeitung La Nacion.
Forschungsprojekt Pilton: War da was?
2020 hatten deutsche Pflanzenzüchter mit viel Tamtam das Forschungprojekt Pilton vorgestellt. Sie wollten mit neuen gentechnischen Verfahren einen Winterweizen züchten, der auf Dauer mehreren Pilzkrankheiten gleichzeitig widerstehen kann. 2024 wurde das Projekt still beendet; bis heute wurde kein Abschlussbericht veröffentlicht. Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter antwortete auf Nachfragen dazu nicht. Der Gentechnikkonzern KWS dagegen kann sich Feldversuche in Deutschland vorstellen.
Regelung für gentechnisch veränderte Mikroorganismen im Europaparlament
Die EU-Kommission will die Freisetzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen in die Umwelt erleichtern. Am 24. März hat sie ihren Regelungsvorschlag den Ausschüssen für Umwelt und Gesundheit des Europäischen Parlaments vorgestellt. Es gab Zustimmung von liberalen, konservativen und rechten Parteien, während Vertreter:innen von Grünen und Linken den Vorschag stark kritisierten. Sie können sich dabei auf Stellungnahmen des Bundesamt für Naturschutz und von Testbiotech stützen.