Aktuelles

Die neue Bundesregierung und die Gentechnik

Im neuen Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD steht nichts zum Thema Gentechnik in der Landwirtschaft. Und mit Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) und Umweltminister Carsten Schneider (SPD) sind künftig zwei Politiker für die Agro-Gentechnik zuständig, die bisher nichts damit zu tun hatten. Ökoverbände fordern, die neue Bundesregierung solle sich beim laufenden Gesetzgebungsverfahren in Brüssel dafür einsetzen, Produkte aus neuer Gentechnik (NGT) zu kennzeichnen und die Ökolandwirtschaft vor Verunreinigungen zu schützen.

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Bayer-Vorstand: Noch ein Jahr auf Bewährung

Der Umsatz der Bayer AG ging 2024 zurück, der Konzern machte 2,5 Milliarden Euro Verlust, die Zahl der unerledigten Glyphosatklagen in den USA steigt wieder. Der Aktienkurs hat sich seit dem Amtsantritt von Bill Anderson als Vorstand vor zwei Jahren halbiert. Wichtige Investoren kritisierten dessen Arbeit auf der Hauptversammlung des Konzerns massiv und machten deutlich, dass Anderson in diesem Jahr endlich liefern muss.

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Leiser Abschied vom Gentech-Weizen HB4

Das argentinische Unternehmen Bioceres hat mitgeteilt, dass es die Züchtung und Saatgutproduktion seines gentechnisch veränderten Weizens HB4 an Partnerfirmen abgibt und sich auf die Entwicklung neuer gentechnischer Veränderungen konzentrieren will. Mehrere lateinamerikanische Umwelt- und Kleinbauernorganisationen forderten Bioceres auf, das Scheitern der HB4-Technologie einzugestehen und sie endgültig vom Markt zu nehmen.

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Südafrika: Motte resistent gegen Monsanto-Mais

Forschende aus Südafrika haben nachgewiesen, dass der afrikanische Maiszünsler (Busseola fusca) Resistenzen gegen den gentechnisch veränderten Mais MON 89034 der Bayer-Tochter Monsanto entwickelt hat. Dieser Mais produziert zwei verschiedene Insektizide, die nun auch als Duo ihre Wirkung verlieren. Doch es gibt längst ökologische Methoden, die schädlichen Raupen in Schach zu halten.

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Neue Gentechnikregeln: Trilog ab Mai

UPDATE +++ Der Umweltausschuss des Europaparlaments (EP) hat heute mit 67 zu 14 Stimmen ermöglicht, dass Anfang Mai der Trilog mit Europäischem Rat und EU-Kommission über neue Regeln für Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren beginnen kann. Doch die Proteste halten an. So hat die Aktion „Kein Freiflug für Gentechnik“ vergangene Woche 60.000 Unterschriften im Büro des EP-Abgeordneten Manfred Weber (CSU) abgegeben. Er hatte 2024 gegen den Regelungsvorschlag seiner EVP-Fraktion gestimmt.

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