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Neue Gentechnik: Was in Europa im Feldversuch wächst
Mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) hergestellte Pflanzen werden auch in Europa auf dem Acker getestet. Die Versuchsfelder liegen in Großbritannien, Spanien, Italien, Belgien, Dänemark, Schweden und Tschechien. Viele dieser Pflanzen sind noch weit von der Marktreife entfernt, zwei jedoch werden womöglich schon in anderen Ländern angebaut.
Bericht: kaum Pflanzen aus neuer Gentechnik auf dem Markt
Mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) hergestellte Pflanzen sollen dem Klimawandel trotzen und die Landwirtschaft nachhaltiger machen, versprechen ihre Befürworter:innen. Doch eine aktuelle Erhebung zeigt, dass bisher kaum NGT-Pflanzen auf dem Markt sind. Das gilt auch für Länder, in denen solche Pflanzen keine Zulassung mehr benötigen.
So will Bayer die Glyphosatklagen loswerden
Bayer-Chef Bill Anderson will die Flut an Klagen in den USA gegen den hauseigenen Unkrautvernichter Glyphosat bis Ende 2026 „signifikant eindämmen“. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt er auf den Obersten Gerichtshof der USA. Zudem sollen Gesetze in den einzelnen US-Staaten künftig die Pestizidhersteller vor Klagen schützen. Sollte all das nicht helfen, droht Bayer damit, die Glyphosatproduktion in den USA einzustellen oder gar Monsanto in die Insolvenz zu schicken.
Schweiz: Kritik am geplanten Gesetz für neue Gentechnik
Das Schweizer Parlament hat das Ende 2025 auslaufende Anbaumoratorium für gentechnisch veränderte Pflanzen um weitere fünf Jahre verlängert. So soll genug Zeit bleiben, um die von der Regierung geplanten Erleichterungen für Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren (NGT) in der Landwirtschaft zu diskutieren. Zu ihrem Anfang April 2025 vorgelegten Gesetzentwurf sind inzwischen zahlreiche kritische Stellungnahmen eingegangen. Wie Medien berichten, soll der Entwurf im ersten Quartal 2026 ins Parlament eingebracht werden.
EU-Kommission lässt Glyhosatbewertung überprüfen
Die Generaldirektion Gesundheit der EU-Kommission hat ihre Fachbehörden aufgefordert, ihre Risikobewertung für die vor zwei Jahren erneuerte Genehmigung des Totalherbizids Glyphosat zu überprüfen. Das steht in einem Brief, den das Portal Euractiv veröffentlicht hat. Bei Bedarf werde die Kommission die Zulassung ändern oder widerrufen, schrieb sie der Tageszeitung taz. Hintergrund ist eine aktuelle internationale Studie, die erneut die krebserregende Wirkung von Glyphosat-Spritzmitteln belegt.