Aktuelles

Forschung zu Folgen neuer Gentechnik parteiisch?

Wie lässt sich technologischer Fortschritt mit Vorsorge, Umwelt- und Verbraucherschutz, Wahlfreiheit und fairem Zugang zu Saatgut verbinden? Das Bundesforschungsministerium fördert ein dreijähriges Verbundprojekt, das Wege dazu aufzeigen soll, mit gut einer Million Euro. Im Zentrum steht der Einsatz neuer genomischer Techniken (NGT) in der Landwirtschaft. Ein NGT-kritischer Vertreter fehlt bei den Verbundpartnern. Zur Vergabe der Forschungsgelder hält sich das Ministerium bedeckt.

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Weitere Klagen gegen EU-Gentechnik-Verordnung

UPDATE +++ Die Slowakei hat am 21.9. beim Europäischen Gerichtshof Klage gegen die neue EU-Verordnung für Pflanzen aus neuer Gentechnik eingereicht. Das bestätigte ein Gerichtsprecher dem Infodienst Gentechnik. Die slowakische Regierung folgte damit einem Appell aus der Zivilgesellschaft mit 300 Unterstützer:innen aus ganz Europa. Bereits am 7.9. hatte, wie erst jetzt bekannt wurde, der Schweizer „Verein der freien Geistesmenschen“ (ALU) gemeinsam mit anderen gegen die EU-Verordnung beim Europäischen Gericht geklagt.

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Unbekannte Pilzproteine in Milchersatz gefunden

Ein in den USA vertriebenes Milchersatzprodukt enthält Milcheiweiß, das von gentechnisch veränderten Pilzen erzeugt wurde. Forschende wiesen in dem Produkt aber auch 236 Pilzproteine nach, die nicht auf ihre Sicherheit untersucht wurden. Dies zeigt exemplarisch, wie riskant mit Präzisionsfermentation hergestellte Lebensmittelzusätze sein können.

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Glyphosat: Schädlichkeit immer besser belegt

Mehrere neue Studien zeigen, dass Glyphosat und glyphosathaltige Pestizide in Bereichen schädlich wirken, auf die die Behörden bisher kaum achteten. So kann der Wirkstoff Antibiotikaresistenzen fördern, Schwangerschaften beeinträchtigen, Verhaltensänderungen hervorrufen und Honigbienen beim Ernten stören. Auch die gentoxischen Eigenschaften von Glyphosat wurden erneut belegt. Einige der beteiligten Wissenschaftler:innen finden deutliche Worte.

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Lila Gentechnik-Tomaten illegal in der EU angebaut

Die Behörden in Lettland haben Samen der gentechnisch veränderten lila Tomate des US-Unternehmens Norfolk Healthy Produce beschlagnahmt. Sie waren auf einer Gartenmesse verkauft worden. Solche Fälle kommen häufiger vor, da das US-Unternehmen seine Tomaten gezielt an Hobbygärtner vermarktet. Damit steigt das Risiko, dass konventionelle Tomaten in Privatgärten oder kleinen Gärtnereien gentechnisch verunreinigt werden.

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