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Elisabeth Koch Elisabeth Koch, stellvertretende Kreisbäuerin Bayerischer Bauernverband Oberallgäu: Foto in der Anlage Koch.JPG

„Wir Bäuerinnen und Bauern leben und arbeiten mit der Natur. Eine unsichere Technologie, wie die grüne Gentechnik, darf nicht unsere Zukunft bestimmen. Noch haben wir die Möglichkeit uns gegen die Gentechnik auf unseren Feldern und in den Futtermitteln zu entscheiden. Nutzen wir diese Chance jetzt. Denn – wer, wenn nicht wir, tragen die Verantwortung für unseren Boden und für unsere Tiere?

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Donnerstag, den 31. Juli 2008 um 15:08 Uhr
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Was ist das Gefährliche an der so genannten Agro-Gentechnik oder grünen Gentechnik?


Erstmals in der Geschichte der Pflanzenzüchtung wird die Erbsubstanz über die Artgrenzen hinweg übertragen. Zumeist werden Gensequenzen von Bakterien in höhere Pflanzen eingebaut, mit dem Ziel Resistenzen gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel oder Schädlinge zu erreichen. Dies stellt eine Überwindung einer von der Natur errichteten Schranke zwischen den Arten dar.

Gentechnik

steht im krassen Widerspruch zu einer gesunden, verantwortungsvollen Landwirtschaft. Es ist kein Nutzen sowohl für KonsumentInnen als auch Bauern und Bäuerinnen durch den Einsatz von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut erkennbar. Probleme im Pflanzenschutz – welche die Gentechnik beispielsweise vorgibt zu lösen – können durch konventionelle landwirtschaftliche Maßnahmen wie z.B. geeignete Fruchtfolgen behoben werden. Im Mittelpunkt der Forschung und der Zulassung stehen derzeit die Pflanzen Soja, Mais, Baumwolle und Raps.

Hohe Risiken

Gentechnik in der Landwirtschaft zeichnet sich einzig und alleine durch ein großes Gefahrenpotential für Mensch und Natur aus. Der Anbau von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut ist unweigerlich mit dem hohen Risiko einer Auskreuzung in der freien Natur verbunden. Denn weder kann der Pollenflug noch die Bestäubung durch Bienen und andere Insekten kontrolliert werden. Die bisherige Risikobewertung zu Fragen der Gesundheit und Umweltverträglichkeit sind äußerst mangelhaft, dringend benötigte Langzeitstudien fehlen ebenso wie unabhängige Risikoforschung.

Genetische Manipulation

Dies gilt auch für die genetische Manipulation an Nutztieren, die hauptsächlich Tierleid und Risken mit sich bringt. Die Herstellung transgener Tiere ist rein auf Profit gerichtet, es geht um schnelleres Wachstum und die Anpassung an feindliche Haltungsbedingungen. Hühner sollen an die Käfighaltung angepasst werden, Schweine schneller wachsen und bewegungsunfähig sein. Besonders bedrohlich für die Umwelt,
aber auch in der Entwicklung am meisten fortgeschritten ist die Produktion genetisch veränderter Fische. Sie sind viel größer als ihre Artgenossen und weisen Kälteresistenz auf. Gelangen diese Fische aus der Käfighaltung in die freie Wildbahn können sie durch Auskreuzung und aggressives Fressverhalten ganze Wildpopulationen vernichten, zusätzlich gelangt das gentechnisch veränderte Erbmaterial in die Nahrungskette.

Gentechnikfrei

Achten Sie auf die Kennzeichnung GENTECHNIKFREI In Österreich findet man zwar derzeit noch keine gentechnisch veränderten Nahrungsmittel im Handel. Die Gentechnik erreicht uns aber über das Tierfutter und über die Lebensmittelzusätze. Ein Großteil des
verwendeten Sojas und auch Mais für Futtermittel ist bereits gentechnisch verändert. Die Nahrungsmitte die von Tieren kommen, die gentechnisch verändertes Futter gefressen haben, werden nicht gekennzeichnet. Das gleiche gilt für Lebensmittelzusatz und Hilfsstoffe, die mittels gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden, dazu gehören Enzyme, Vitamine, Hefen und Lab. Sicher gentechnikfrei sind derzeit nur Produkte die als garantiert gentechnikfrei gekennzeichnet sind und Bioprodukte, dort ist die Gentechnikfreiheit in den Biorichtlinien festgeschrieben.

Die Studien ob sich das Futter auf die Lebensmittelqualität auswirken, widersprechen sich. Fakt ist, dass es keine ausreichenden Untersuchungen dazu gibt und die tatsächlichen Folgen wohl erst Jahre später auftreten. Wir haben es mit einem groß angelegten Tier- und Menschenversuch zu tun.

Zur Wirkung von Lebensmitteln kann jeder an sich selbst prüfen, wie sich die Qualität auf das Wohlbefinden auswirkt. Bei Tieren ist dies nicht anders, nur können die nicht selbst entscheiden.