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Hans Rudolf Herren

Hans Rudolf Herren
Entymologe, Direktor Milleniumsinstitut Washington DC, Welternährungspreisträger 1995, Gründer und Präsident von Biovision - Stiftung für ökologische Entwicklung, Co-Direktor des Weltagrarberichtes, One World Award 2010

Gentechnologie verewigt die konventionelle Landwirtschaft und deren negativen Folgen auf Umwelt, Mensch und Wirtschaft. Weiter bringt die Gentechnologie keine nachhaltige Lösungen zu den Hauptproblemen in der Landwirtschaft, da sie ja nur die Symptome dieser Probleme behandelt. Wir brauchen Lösungen die die Probleme an den Wurzeln packen!

November 2010

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Donnerstag, den 31. Juli 2008 um 15:55 Uhr

Gentechnik auf Ihrem Teller?!

Über 70% der VerbraucherInnen in Europa lehnen laut Eurobarometer-Umfrage vom Dezember 2001 Gentechnik in ihren Lebensmitteln ab. Mit gutem Grund. Sie bietet den KonsumentInnen keinerlei Nutzen, aber jede Menge Risiko. Denn es gibt bisher keine Langzeituntersuchungen, die die Unbedenklichkeit der Agro-Gentechnik für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bestätigen könnten.

Risiko für die Gesundheit

Gentechnisch veränderte Lebensmittel durchlaufen ein Zulassungsverfahren, bevor sie auf den Markt kommen. Die dafür durchgeführten Untersuchungen zur Lebensmittelsicherheit reichen aber bei weitem nicht aus, um z.B. chronisch toxische oder allergische Wirkungen von Gentech-Lebensmitteln auszuschließen. Dies zeigen Studien des österreichischen Umweltbundesamtes und des Gentechnikexperten Dr. Werner Müller, Büro für ökologische Risikoforschung www.eco-risk.at. Dennoch ist ständig mit neuen Zulassungen zu rechnen.

Risiko für die Umwelt

Die behaupteten wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile der grünen Gentechnik konnten bisher nicht belegt werden. Im Gegenteil. Es mehren sich die Berichte von geringeren Erträgen, empfindlicheren Pflanzen und erhöhtem Pestizideinsatz. Die langfristigen Auswirkungen auf die Umwelt sind nicht abschätzbar. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass durch die grüne Gentechnik mit zunehmenden Resistenzen, Superunkräutern und Artenrückgang zu rechnen ist.

Risiko für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel

Die Wahlfreiheit der Verbraucher ist schon bei einem geringen Ausmaß des GVO-Anbaus gefährdet, weil Pollenflug, Verunreinigungen im Saatgut und andere Übertragungswege einen gentechnikfreien Anbau gleichartiger Pflanzen erheblich erschweren oder unmöglich machen. Dies gefährdet insbesondere die >Bio-Landwirtschaft, die komplett gentechnikfrei ist und es auch bleiben will.

Gentechnikfreie Regionen

Sind gentechnisch veränderte Pflanzen einmal ausgebracht, lassen sie sich nur mit extrem großem Aufwand wieder zurückholen und auch das nicht vollständig. Folgerichtig ist deshalb die Schaffung gentechnikfreier Regionen. Helfen Sie mit, dass der Bodenseeraum eine gentechnikfreie Region wird!