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Bettina Präder, Imkerin

Bettina Präder
Imkerin und Agrarwissenschaftlerin, Mitträgerin von IMBI SAM – Initiative für das Wirken und Wohl des Bien innerhalb von WIR e.V. Mensch Natur Kultur und Mitwirkende im Projekt Guthausen in D-Salem am Bodensee

Gentechnik und Honigbienen sind wie zwei nicht zusammenpassende, gegenläufige Schuhe, mit denen ein gemeinsames Fortschreiten der Evolution unmöglich wird.
Die Biene, ein Vertreter der Insektenwelt mit deren großen Bedeutung innerhalb der Nahrungskette, kann uns Einblicke in Lebenszusammenhänge geben und dabei als Bioindikator dienen. Sie dient dem Ganzen in der Steigerung der Artenvielfalt, der Erträge, der Wertschöpfung eines Kulturraumes und weit darüber hinaus. Durch Einsatz der grünen Gentechnik werden Bienen massiv gefährdet.

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Werte schaffen – Regionen stärken Drucken E-Mail
Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 10:35 Uhr

Josef Moosbrugger, Landtagsabgeordneter, Landwirt ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Bizau, Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Bregenzerwald

 

Josef Moosbrugger

 

Im Motto der Tagung „Werte schaffen – Regionen stärken“ sieht Josef Moosbrugger eine besondere Herausforderung, weil er unter Werten nicht nur landwirtschaftliche Werte „rund um die Gentechnikfreiheit“ versteht, sondern auch allgemeine Werte der Kultur und des Umgangs miteinander. „Es wird immer wichtiger, dass wir uns gegenseitig mehr zuhören und auch verstehen lernen, weil vieles in unserer Wohlstandsgesellschaft aneinander vorbei gerichtet ist. Jeder schaut, dass es ihm gut geht und das Gemeinwohl kommt eigentlich zu kurz.“ Gerade in ländlichen Regionen kommt dem Gemeinwohl große Bedeutung zu, ebenso der Erhaltung von Werten wie politischen Haltungen. Es geht auch um Werte in der Landwirtschaft, etwa der Umgang mit Tieren; auch gesamthaft möchte Moosbrugger die Ethik in der Landwirtschaft wieder mehr berücksichtigt wissen und nicht nur betriebswirtschaftliche Ziele und Profite.

 

Es ist ganz wichtig, dass sich die Menschen, nicht nur die Bauern, insgesamt mehr um die Produktion von Lebensmitteln, deren Entstehung und natürlich auch den Genuss kümmern. Grundsätzlich bedeutsam ist der Ursprung unserer Nahrung, und hier sieht der Landtagsabgeordnete durchaus Gefahren im gesamten Lebensmittelangebot. Eine Besinnung auf sich selbst und die eigene Gesundheit steht an.

 

In seiner Funktion als Landtagsabgeordneter möchte er als Meinungsbildner seinen Beitrag zur Gentechnikfreiheit leisten: die Leute zu kritischer Haltung aufrufen und davon überzeugen, dass es richtig ist, dass man in der Produktion von Lebensmitteln und mit Lebensmitteln selbst nicht alles tun kann, was die Wissenschaft heute vorgibt zu können. „Hinter dieser Wissenschaft steckt meist eine Profitabsicht, und das alleine ist schon gefährlich.“ Der Informations- und Erfahrungsaustausch an der Konferenz – einer Veranstaltung mit starkem Netzwerkcharakter – dient nicht zuletzt der Horizonterweiterung.

 

Wie halten es die Landwirte mit der Gentechnik? Das ist eine Frage, die ihn beschäftigt. „Ich denke, dass die Bauern etwas zu sorglos mit dem Thema umgehen. Wenn es bei der einen oder anderen Krankheit oder Defiziten hilft, ist es recht; wenn es günstig ist, dann passt es.“ Noch zu wenig werden von den Bauern die Nebenwirkungen dieser Technologien hinterfragt. „Da muss man sensibilisieren, dann ist der Bauer genauso kritisch wie andere.“ Vorarlberg ist zum Glück kein gesuchtes Anbauziel für gentechnisch veränderte Organismen. In Ackerbaugebieten, wo jährlich neu angebaut und ausgesät werden muss, ist die Gefahr größer. Natürlich haben die Bauern ein Interesse, resistentere Sorten zu haben, sie kümmern sich jedoch noch zu wenig darum, was sie sich mit dieser Resistenz noch einhandeln, ist sein Fazit.

 

>> Interview zum Download als pdf